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Auf der Suche nach den Gämsen

28. Mai 2012

Gerade erst war ich in den Vogesen unterwegs. Dieses Mittelgebirge in Ostfrankreich befindet sich nicht weit vom Saarland entfernt und als ich letztes Jahr Informationen fand, dass der Gamsbestand in den Vogesen recht gut sein soll, habe ich mich entschlossen dieses Jahr Gämse in den Vogesen zu fotografieren. Die Vogesen sind mit einer Höhe von bis zu 1424m kein sehr hohes Gebirge und so habe ich gehofft die Gämse ggf. in den dortigen Wäldern fotografieren zu können. Das erwies sich jedoch mehr als schwierig. Aktuell sind es Nachts ca. 6-8 Grad dort oben und dazu hatte ich durchgehend einen enorm starken Wind was zur Folge hatte, dass sich die Gämse weit ins Tal in die Wälder zurückzogen. Somit war das Fotografieren ein eher aussichtsloses Unterfangen, bei dem ich schon vermutete lediglich einige Sichtungen machen zu können und so war es zunächst auch. Hin und wieder zeigte sich das ein oder andere Tier an der Waldgrenze. Erst kurz bevor es wieder nach Hause ging nahm der Wind ab und die Gämse zeigten sich langsam wieder. Eine zweites Problem stellten die Schneereste dar. Gerade in den Nordwänden erschwerten Schnee und Schmelzwasser das Klettern und Wandern. Dennoch war es wieder wunderschön in den Bergen. Die Vegetation ist dort noch lange nicht so weit wie in den Tälern, es blühen noch Buschwindröschen, Brockenanemone, Osterglocke, Wiesenprimel und viele andere Pflanzen. Gleichzeitig konnte man den ganzen Tag dem Konzert der Heidelerche (Lullula arborea) lauschen. Hier also ein paar aktuelle Bilder.
 
 


Fast wie eine Flugaufnahme wirkt die erste Sichtung der beiden Gämse auf einer Wiese

 


Auf Bildern sieht man es eher selten, eine Gams im Wald. Für mich dieses Jahr leider charakteristisch, die Gams im Astgewirr.

 


Ich kann mein Glück kaum fassen, als ich die erste Gams in der Nähe beobachten kann

 


 
Stolz rennt sie über die Hochebene, ihre Haltung erinnert ein wenig an einen Stier 😉


Eine Gams präsentiert sich beim Futtern im Gegenlicht

 


Kurz vor Sonnenuntergang fällt ein Spotlight auf den Kopf der Gams

 


Wie auf einer Bühne präsentiert sich mir diese Gams im Abendlicht

 


Auf der Hochebene blühen zahlreiche Brockenanemonen (Pulsatilla alpina ssp. austriaca). Das letzte Abendlicht taucht die Szene in Rot.

 


Die wilden Osterglocken bewachsen zahlreiche Hänge

 


Die Wiesenpieper (Anthus pratensis) beginnen schon lange vor Sonnenaufgang mit ihrem Konzert und führt es auch noch lange danach fort

 


Neben der Heidelerche (Lullula arborea) sieht man erst wie groß die Brockenanemone eigentlich ist. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 15-40cm.

 
 
 

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