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Novovlex Triopod Pro75 – Praxistest

27. April 2018

Erfahrungsbericht, Fototechnik, Stativtest

 


Der Einsatz des Novoflex TrioPod PRO75 bereitet mir sichtbar Freude.

Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, seitdem ich das Novoflex TrioPod PRO75 im Einsatz habe. Es ist also Zeit für ein ausführlicheres Zwischenfazit. Tatsächlich habe ich das Novoflex TrioPod PRO75 viel eingesetzt und es hat ordentlich Gebrauchsspuren gesammelt, so wie es sich für ein Stativ gehört. Egal ob im Meer, am Bach, auf Lavafelsen, im Gebirge oder der heimischen Wiese, ich habe es stark gefordert.
In meinem letzten Blogeintrag habe ich die theoretischen Dinge beleuchtet, in diesem Artikel werde ich stärker auf die praktischen Dinge eingehen. Das Novoflex TrioPod PRO75 kostet mit den passenden Stativbeinen mit 4 Segmenten 1049 EUR und mit 3 Segmenten 999 EUR.
Vorab, es gab für mich eine große Überraschung, die für mich zu Veränderungen in meinem Fotorucksack geführt hat. Fangen wir also an mit meinem Setup, ich nutze das Novoflex TrioPod PRO75, also den Stativbeinen mit 4 Segmenten. Dazu habe ich noch die kurzen Makrobeine C2820 und die C2830 als leichte und lange Beine für Wanderungen. Darauf setze ich den Novoflex Classicball 5 II ein.

Praxiseindruck:
Ja, das Novoflex TrioPod PRO75 ist schwer. Um genau zu sein 3,2kg wiegt das Stativ mit den C3940 Beinen ohne Stativkopf. Mit Stativkopf überschreiten wir die 4kg Grenze.
Viel schöner ist, dass das Novoflex TrioPod PRO75 wunderbar stabil ist. Die Verarbeitung ist sehr wertig. Man merkt dem Stativ an, dass es mit viel Liebe zum Detail gefertigt wird. Anfangs hatte ich Bedenken, ob die Beine sich nicht von alleine von der Basis lösen würden. In der Praxis ist das nie geschehen. Alles sitzt an der richtigen Stelle.
Von einem Gitzostativ kommend musste ich mich an eine Sache gewöhnen, die Stativbeinarretierung. Die Stativbeine arretieren sich beim zusammenklappen des Statives automatisch und lassen sich durch das Drücken des blauen Knopfes an der Stativbasis wieder lösen. Anfangs erschien es mir wie ein überflüssiger Arbeitsschritt. Heute habe ich mich daran gewöhnt und empfinde die Gitzostative als sehr schwergängig, wenn es darum geht die Beine zu spreizen. Beim Novoflex Triopod Pro75 kann man, dank der Beinarretierung, auf die schwergängige Beinspreizung verzichten.
Die Stativbeine lassen sich sehr schön ausziehen und einziehen, wie ich es von einem Premiumstativ erwartet. Auch am Meer und in Salzwasser verrichten Sie ihre Arbeit hervorragend. Hier kann ich keinen Unterschied zu den sonst vorhandenen Gitzos wahrnehmen. Besonders hervorzuheben ist, dass ich die Stativbeine beim Novoflex TrioPod PRO75 nicht nur im 90Grad Winkel abspreizen kann, ich kann die Beine sogar um 180 Grad abspreizen. Das hat den tollen Vorteil, dass ich das Stativ wesentlich besser im Koffer verstauen kann bei Flugreisen.

 


Mit um 180 Grad umgedrehten Stativbeinen ist das Kofferpacken eine Leichtigkeit geworden.

Überraschungen:
Zwei Dinge begeistern mich besonders an meinem Novoflex Triopod Pro75:
– Zum einen die kurzen Stativbeine C2820, sie stellen für mich eine Revolution dar in der Pflanzenfotografie. Ich kann die Stativbeine über 90 Grad abspreizen, das führt dazu, dass ich das Stativ so bodennah einsetzen kann, dass die Pro75 Basis direkt auf der Erde aufliegt. Das Ergebnis ist: meine Kamera mit Teleobjektiven mit Stativschelle kann so bodennah eingesetzt werden, wie es nur mit einem Bohnensack möglich war. Da ich einen gut 4kg schweren Bohnensack mit mir trage, kann ich dieses Gewicht für die Pflanzenfotografie einsparen, was für mich wirklich revolutionär ist. Und wenn ich lange Stativbeine brauche, liegen diese meist im Kofferraum des Autos oder umgekehrt.

 


Perfekte Arbeitshöhe für Teles im Bodenbereich.

– Zum anderen begeistert mich die 155 Grad Rasterung, gepaart mit den Classicballs der Serie II. Egal ob Novoflex Classicball 3 II oder Novoflex Classicball 5 II, ich kann das Stativ über Kopf nutzen. Das bedeutet ich kann den Stativkopf mit der Schnellwechseleinheit nach unten baumeln lassen und hier die Stativschelle einschieben. Das Resultat ist auch hier komplett bodennahes Arbeiten.

 


Überkopf Einsatz des Novoflex Triopod Pro75. (Copright: Gianni Del Bianco)

Fazit:
Das Novoflex Triopod Pro75 ist für meine Belange ein nahezu perfektes Werkzeug, mit dem ich gerne arbeite und das ich gerne weiterempfehle. Es macht mir bei jedem Einsatz Freude und ist unglaublich flexibel. Wer gerne von einem 10% Gutscheincode für Novoflex profitieren möchte, der kann mir gerne eine E-Mail schreiben und erhält einen individuellen Gutscheincode (radomir ät naturfotocamp punkt de).

 


Die Möglichkeit ein Stativbein über 90Grad abspreizen zu können Nutze ich intensiv.

 


Größenvergleich, links Novoflex TrioPod PRO75 mit C3930 Beinen, rechts C2820 Beine.

 


Novoflex TrioPod PRO75 im Einsatz in der Wüste La Gomeras.

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